Presse
Beliebter Bischof statt radikalem Antisemiten: Dinghoferstraße soll in Zukunft Aichernstraße heißen
29.07.2026
Einen brisanten Brief hat gestern der Linzer Bürgermeister Dietmar Prammer erhalten. Darin fordern ihn viele bekannte Persönlichkeiten auf, einen braunen Fleck in seiner Stadt zu beseitigen: Noch immer ist in Linz eine Straße nach Franz Dinghofer (1873 – 1956) benannt. Dinghofer war nicht nur Linzer Bürgermeister, Dritter Nationalratspräsident, Vizekanzler, Justizminister und Präsident des Obersten Gerichtshofs. Er war auch „radikaler Antisemit“ – so seine Selbstbezeichnung. Die Absender des Briefes schlagen Prammer einen würdigen neuen Namensgeber vor: den heuer verstorbenen Maximilian Aichern, der der katholischen Kirche der Diözese Linz von 1982 bis 2005 als beliebter Bischof vorstand.
News
Wir trauern um Jean-Louis Roussel
18.09.2026
Roussel war Vizepräsident der französischen Amicale de Mauthausen sowie des Internationalen Mauthausen Komitee (CIM). Er verstarb am 17. September im Alter von 67 Jahren unerwartet. Er hat sich stets der internationalen Solidarität verpflichtet gefühlt, zu der sich die Überlebenden des Lagers im Mauthausen-Schwur bekannt haben. Überwindung nationaler Grenzen und Zusammenarbeit für Freiheit und Frieden waren für ihn nicht nur Bekenntnis, er lebte diese in seinem Wirken in der französischen Amicale de Mauthausen, im Internationalen Mauthausen Komitee, durch seine Besuche der Befreiungsfeiern in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen und an Orten ehemaliger Außenlagern. Wir verlieren in ihm einen großartigen Menschen und verlässlichen Freund.





